Golfclub Seefeld - Wildmoos
info@seefeldgolf.com+43 5212 52402
Wildmoos 11 (Postfach 22)
6100 Seefeld, Tirol, Austria

Augen auf und durch!

Die 18 Loch des Golfclub Seefeld-Wildmoos - eine Erfahrung, die man in seinem Golferleben mehrmals gemacht haben sollte.

Schon die Anfahrt ist einmalig. Wie ein Privatweg schlängelt sich die kleine Strasse nach dem Abzweigen von der Landesstrasse Telfs – Seefeld knapp unterhalb von Mösern durch den Kiefern und Lärchenwald bis zum Parkplatz ein paar Meter unterhalb des Clubhauses. Wenn man das klimatisierte Auto verlässt, ist schon der erste Atemzug pure Natur. Eine Frische und ein Duft, der alle Geister belebt und eine große Vorfreude auf einen herrlichen Golftag erwarten lässt. Vorbei am 18. Grün und über das 10. Fairway hinweg geht es hinauf zum Sekretariat. Noch einen kleinen Braunen an der Bar und ein paar Bälle auf der Range, dann geht es los.

1. Loch - Wilhelm Tell lässt grüßen
CH 429 Par 5 / H 301 / D 252 Par 4 HCP 11
Erschrecken Sie nicht gleich, durch das gefürchtete 160 m lange „Kanonenrohr“ müssen nur die „Champions“. Hier sind aber echte Männer gefragt. Ist man erst mal durch, öffnet sich das Tor zu einem breiten Fairway. Für die Champs sind es nach einem gelungenen Drive „nur“ noch etwa 200 – 220 m auf das erhöhte Stufengrün und die erste Birdiechance liegt vor ihnen. Vom Herrentee kann man das Fairway schon erahnen, muss aber treffen, denn der zweite Schlag ist sonst noch lang und man fängt sich schnell ein Bogey ein. Die Damen haben einen erhabenen Abschlag und spielen den Ball locker auf die Bahn, um das Par nach Hause zu spielen, ist aber auch für sie noch ein guter Schwung nötig. Ist der Einstieg erst mal geschafft, kommt beim nächsten Loch ein erholsamer Abschlag.

2. Loch – kurze Pause
CH 376 Par 4 / H 307 / D 283 Par 4 HCP 5
Die „Guten“ müssen aus einer Nische im Wald durch eine Lücke zwischen zwei Baumgruppen auf das von dort sehr klein wirkende Fairway zielen. Bis zur rechten Baumgruppe sind es ca. 185m und bis zur in der Ferne stehenden 100m Tafel sind es ca. 280 m. Den Drive einfach gerade halten, denn, und das gilt auch für den Herren- und Damenabschlag, ist der Draw oder gar ein Hook zu stark, endet dieser im Wasser auf der linken Seite, das sich bis zum Grün zieht. Ist der Drive auf der Bahn, ist es ein lockerer Schlag auf das einfache und relativ große Grün.

3. Loch – Achterbahn der Gefühle
CH 292 Par 4 / H 284 / D 276 Par 4 HCP 7
Obwohl man die Fahne auf dem erhöhten Grün gut sehen kann und gleich klar ist, dass es ein kurzes Loch ist, heißt es volle Konzentration und den Ball mit einem Sicherheitsschlag mit einem mittleren Eisen auf die vor einem liegende Welle zu platzieren. So hat man noch 150 m zum Green, kann aber quasi auf gleicher Höhe die Fahne angreifen. Fliegt der Ball noch weiter oder rollt er noch bis in die dahinter liegende Senke, sind es zwar nur noch 110 m auf das Grün, aber man muss von unten nach oben spielen und die Neugier lässt einen leicht dem Ball zu schnell hinterher sehen, was oft entweder mit einem Bunkerschlag oder mit einem Ausball endet. Hat man hier Netto-Par geschafft, kann man erst mal tief durchatmen.

4. Loch – Fatamorgana
CH 348 Par 4 / H 342 / D 274 Par 4 HCP 3
Der erste Eindruck täuscht. Das Loch ist weder besonders kurz, noch ist die Fahne mit dem zweiten Schlag sicher zu erreichen. Der Drive sollte rechts angehalten werden, damit dieser „oben“ liegen bleibt und man eine Chance auf das Green hat. Oder - mit Glück geht ein langer Drive so weit nach links runter, dass der große Baum in der Mitte des Fairways beim Schlag ins Grün kein unbezwingbares Hemmnis darstellt. Wenn die Fahne rechts steht, hat man fast immer einen bergauf Putt, wenn sie links steht, ist der erste Putt eine echte Herausforderung. Denn so mancher hat das Gefälle unterschätzt und einen Chip zurück auf das Grün benötigt.

5. Loch – Treffer versenkt
CH 207 Par 3 / H 177 / D 147 Par 3 HCP 13
Als Ziel sollte der Weg links dienen, so hat man auch bei einem verzogenen Abschlag noch die gute Chance, dass der Ball, wie von Zauberhand bewegt, auf das Grün rollt. Außerdem kommen so die Bunker eigentlich nicht ins Spiel. Liegt man auf dem Grün, ist die einzige Gefahr nur die, von verzogenen Drives von der 4 getroffen zu werden, die regelmäßig hier vorbeirauschen.

6. Loch – das Bermuda Zweieck
CH 350 Par 4 / H 342 / D 277 Par 4 HCP 9
Der Drive verlangt viel Mut, ich tendiere immer zu einem besser kontrollierbaren 3er Holz und dennoch muss ich mich anstrengen, die Augen auf dem Ball zu lassen und durchzuziehen, denn der rechte Hügel scheint zu weit in das Fairway zu ragen. Hat man sich aber überwunden und der Ball die schmale Stelle unbeschadet durchflogen, ist es nur noch ein kurzes Wedge in ein großes, aber machbares Green.

7. Loch – Heavy Metal
CH 516 Par 5 / H 398 / D 339 Par 4 HCP 1
Der Ball muss vom Championstee durch eine Baumschlucht im wahrsten Sinne wie durch ein Nadelöhr. In gerader Linie sind es ca. 230 m, aber ein sicherer Draw eröffnet die Möglichkeit, mit dem 2ten auf das Grün zu spielen. Bei sehr langen Spielern geht sogar ein doppeltes Holz 3. Oder man wählt von hinten die sichere Variante – ein Eisen 5 noch mal ein Eisen 5 und dann nur noch ein lockeres Eisen 8 bis in das schmale, keine Varianten erlaubende, Grün. Für den zweiten bzw. dritten Schlag ist übrigens der Hochspannungsmast in der Ferne die Zielmarke. Für „normale“ Damen und Herren ist dieses schwerste Loch am Platz in der Spiellänge und dem schwierig anzuspielenden Grün begründet. Durch den Bunker vor und die Bäume links vom Green kann der Ball nicht auf selbiges hineinrollen, tut er es aber doch, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er über das schmale Grün rollt und man einen sehr schweren Lobshot an die Fahne hat.

8. Loch – ein sicheres Par
CH 239 Par 4 / H 233 / D 203 Par 4 HCP 17
Wenn Sie hier am Abschlag stehen und die Entfernungen lesen, dann wird schnell klar: da kann man mit dem Drive hinkommen. Hier liegt ein Birdie, ja sogar ein Eagle im Bereich des Möglichen. Doch Vorsicht, hinter dem Grün geht es bergab und der Ball ist leicht verloren. Trotzdem empfehle ich, es zu versuchen. Nutzen Sie die Zeit vor oder nach dem Abschlag und sehen Sie rechts oben zur Hohen Munde hinauf. Jedes Mal, wenn ich hier stehe, denke ich still und leise – „irgendwann besteige ich diesen Berg zu Fuß“.

9. Loch – keine Angst
CH 162 Par 3 / H 142 / D 122 Par 3 HCP 15
Haben Sie überhaupt schon mal so in den Abgrund geblickt? Wer hier zum ersten Mal steht, bekommt leicht Höhenangst und Schwindelgefühle, aber man muss sich bewusst sein, es ist nur ein Par drei und das noch relativ kurz, denn vom obersten Tee sind es real nur ca. 124 m, vom Herrentee nur ca. 112 m und die Damen haben gar nur 100 m bis in das Zentrum des großen Grüns. Also für alle Spieler ein Wedge bis max. Eisen 8. Allein der Wind ist zu beachten, da der Ball direkt nach dem Abschlag aus den Bäumen kommt und dann von der fast immer währenden Westströmung (also von rechts) erfasst wird. Wer das Grün getroffen hat und voreilig ein Freudentänzchen macht, dem sei gesagt, dass das Par nur gelingt, wenn Mann oder Frau ein guter Putter ist. Denn das Grün hängt sehr vom Hang weg und verlangt durch den starken Break viel Gefühl.

10. Loch – volle Konzentration II
CH 353 Par 4 / H 288 / D 229 Par 4 HCP 8
Nach einer kurzen Stärkung und unter den Blicken der Gäste auf die Clubhausterrasse geht es auf die zweiten Neun. Ein zunächst blindes Loch, denn die Fahne kann man nur nach einem gelungenen Drive erkennen. Dieser sollte rechts angehalten werden, damit er nicht links hinter der langen Baumreihe auf dem 18. Fairway landet. Denn selbst wenn er zu weit rechts gerät, hat man die Chance, dass der Ball zurück auf das Fairway rollt. Von hier sind es noch 2 Eisen Längen mehr als es die tatsächlichen Meter aussagen. Das Grün liegt sehr hoch und man will sicher nicht zu kurz sein und im Hang liegen bleiben, diese Schräglage würde Steigeisen verlangen. Bei Wind noch ein Tipp: Does the wind blow, swing slow!

11. Loch – cool bleiben
CH 276 Par 4 / H 271 / D 253 Par 4 HCP 10
Übermut tut selten gut und schon gar nicht bei diesem Loch. Aber das Par ist drin, wenn man cool bleibt und sich nicht verleiten lässt. Dieses kurze Loch gehe ich immer mit einem mittleren Eisen (5-6) an, um sicher am Anfang des Gegenhanges zu liegen (CH 180, H 175, D 160). Von dort sind es nur noch ca. 100 – 120 m und man kann die Fahne sehen, die auf einem wahrlich hängenden Grün steht, deshalb bemüh ich mich, trotz des Eisens mehr, das man ins Grün braucht, eher kurz zu bleiben, um einen bergauf Putt zu haben.

12. Loch – die Qual der Wahl
CH 503 Par 5 / H 456 / D 422 Par 5 HCP 12
Nach dem Aufstieg zum Abschlag erstmal tief Luft holen und den Schweiß von der Stirn wischen. Jetzt braucht es eine gute Selbsteinschätzung über das eigene Spielvermögen, um die richtige Entscheidung zu treffen. Wenn man klug ist, gibt einem dieses Loch alles, selten nimmt es alles. Den Drive kann man rechts über die herausragenden Baumspitzen setzen, denn dahinter liegt eine ausreichend große Landezone von dort kann man das Grün sogar in zwei erreichen. Oder man wählt den Weg über die Hütte. Das Dach liegt in 175 m (CH) bzw. 165 m (H) Entfernung. Also reicht ein Eisen 5 bis Holz 5, um zur Mitte des Fairways zu gelangen und von dort das Grün regulär in drei zu erreichen. Die vor dem Grün liegenden Bunker kommen eher selten ins Spiel, aber der Putt kann auf dem Stufengrün unter Umständen lang werden.

13. Loch – locker vom Hocker
CH 158 Par 3 / H 144 / D 137 Par 3 HCP 14
Eigentliche möchte man jetzt erstmal verschnaufen, aber es heißt Hände trocknen, den Schläger fest im Griff und durchziehen. Es spielt sich ähnlich wie der zweite Schlag auf Loch 3, allerdings leicht bergab und wer das Grün verfehlt, kann leicht Probleme bekommen. Deshalb – swing it nice and easy.

14. Loch – Geschichte live spielen
CH 529 Par 5 / H 506 / D 485 Par 5 HCP 4
Dieses ehemals längste Loch Europas ist eine echte Herausforderung. Vom Championstee sind es heute immer noch insgesamt 529 m. Der Clou ist, dass wessen Ball die Kante (CH 220, H 200, D ) im Flug erreichet, durch den Steilhang gut und gern noch mal ca. 100 m „rausholt“. Wehe der Ball bleibt aber im Hang liegen, dann wünscht man sich, den Drive oben abgelegt zu haben. Das Grün ist von hier unerreichbar, auch wenn es anders scheint. Ist der Ball jedoch bis unten gerollt, dann kann man es wagen, das durch drei Bunker gut verteidigte Grün anzugreifen.

15. Loch – der Tiefpunkt
CH 372 Par 4 / H 313 / D 286 Par 4 HCP 2
Diese Doppeldeutigkeit ist nicht nur geographisch gemeint, sondern dieses Loch muss keiner in seinem Golferleben je gespielt haben. Schon die Optik vom Abschlag weg lässt einen schwammig werden. Rechts alles mit roten Pflöcken markiert und links ein Wald, der eine Senke versteckt, in der man sicher nicht liegen möchte. Selbst wenn der Drive das Fairway getroffen hat und relativ mittig zum Liegen kommt, ist es noch ein schweres 4er/5er/6er Eisen in das hinter einer schmalen Furt liegende Stufengrün. Wer die Linie nicht hat, bleibt unweigerlich mit dem Ball an den Ästen der Bäume links oder rechts hängen und muss dann noch mal einen Schlag ins Grün probieren. Par oder Bogey, beides fühlt sich bei diesem Loch wie ein Birdie an.

16. Loch – Achtung Linksabbieger
CH 283 Par 4 / H 278 / D 245 Par 4 HCP 6
Bis zum 100 m Marker, der geradeaus wie ein „Marterl“ (Wegkreuz) steht, sind es vom Championstee 180 m also ein Eisen 5/6/7 bis in die Biegung. Von dort nur noch ein easy 8/9/ Wedge ins Grün.

17. Loch – der letzte Blick
CH 165 Par 3 / H 158 / D 134 Par 3 HCP 16
Lassen Sie sich nicht von dem Ausblick in die Berge des Inntales ablenken, noch sind wir nicht am Ende. Halten Sie den Ball rechts, denn links ist er mit hoher Wahrscheinlichkeit im Wald, der als seitliches Wasser mit roten Pfahlen gekennzeichnet ist. Auch hier täuscht die Angabe auf der Scorekarte, denn man kann gut und gerne zwei Eisen weniger nehmen, um den Ball sicher auf dem Grün zu platzieren. Das faire Grün ermöglicht einem fast immer einen Zwei-Putt.

18. Loch – das Grand Finale
CH 336 Par 4 /H 277 / D 249 Par 4 HCP 18
Noch einmal geht es einen Anstieg hinauf zum Abschlag, und man kann eine gewisse Erleichterung im Flight spüren, dass da unten das letzte Grün liegt und das kühle Getränk im Clubhaus schon wartet. Die Bahn ist ein bequemer Abschluss und die erste Gelegenheit, den Tag in dieser herrlichen Umgebung Revue passieren zu lassen. Der Drive sollte einfach nur gerade aus landen, denn das sich öffnende Fairway bietet viel Platz. Von dort ist es ein kurzes Eisen, und das Grün ist bereit „gepart“ zu werden.

Der immer noch frische Duft der Natur trägt einen förmlich hinauf ins Clubhaus. Auf der Terrasse stellt man fest, dass trotz aller Anstrengungen der Tag viel zu schnell vorüber gegangen ist. Die Landschaft, der Platz und die Tiroler Gastfreundschaft, jeder Grund für sich ist ausreichend, um schon jetzt das nächste Mal zu planen. Am besten im Frühjahr, wenn der Enzian blüht oder im Sommer oder und vor allem im Herbst, wenn die unzähligen Lärchen golden leuchten und alles noch intensiver duftet. Das – hat so kaum ein Platz der Welt zu bieten.

 

 

Alle Rechte bei:
Martin Suiter - Consultancy, München.
Ganz oder teilweise unautorisierter Abdruck oder Veröffentlichung für gewerbliche Zwecke verboten. Download für private Zwecke unter www.martinsuiter.com
Lieben Dank an Walter Frenes und Werner Seelos, die mich bei der Umsetzung dieser Patzbeschreibung unterstützt haben.

 

 

 

Golf-Hotline: +43 5212 52402
Anfrage & Kontakt info@seefeldgolf.com